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Einer der meistverkauften klassischen "Röhren-Watchmänner" dürfte der SONY FD-10 aus dem Jahr 1987 gewesen sein. Die spezielle Flachbildröhre hat eine sichtbare Diagonale von etwa 47 mm, die Fokussierung kann bei Bedarf von außen nachgeregelt werden. Natürlich ist das Bild nur in schwarzweiß, aber dafür kontrastreich und schön scharf.

Die graue Maus in der Mitte wurde durch den Austausch zweier Keramikfilter auf die in Großbritannien übliche Ton-ZF (6.0 MHz) umgerüstet. Die rote '87er US-Version rechts war offenkundig als "Spar-Watchman" ausgelegt: Im Gegensatz zu praktisch allen anderen Taschenfernsehern verfügt dieses Modell weder über eine Aufsteller, noch über einen Anschluss für ein externes Netzteil. Selbst die Halterung für die Trageschlaufe wurde wegrationalisiert. Ein amerikanischer SONY Watchman Prospekt vom September 1987 behauptet sogar, man hätte sich darüber hinaus auch die Kopfhörerbuchse gespart, aber das gilt zumindest nicht für dieses Exemplar.

Der FD-10E (roter Skalenzeiger, in Deutschland erhältlich in Schwarz, Weiß und Grau) ist übrigens die Version für Westeuropa, der FD-10A (gelber Skalenzeiger) die Ausführung für den US-Markt. Für Großbritannien und Hongkong gab es zusätzlich den FD-10B. Hinsichtlich des Sammlerwerts gilt: Hellgraue sind mit Abstand am geläufigsten, rote am seltensten. Weitere Informationen zum FD-10E hält die entsprechende Seite aus einem deutschen SONY Prospekt bereit. Die Leistungsaufnahme des FD-10 liegt bei nur 1,6 Watt, die Betriebsdauer wird mit 5 Stunden angegeben (bzw. 35 Stunden im "Nur-Ton-Modus"). Mit 4 Mignon-Akkus wiegt er etwa 390 Gramm. Made in Japan.

Gebrauchswert:Sammlerwert:bis

P.S. Vielen Dank an Mark Kunst aus Den Haag für die Bereitstellung der Prospektseite.


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War der SONY Watchman FD-210 aus dem Jahr 1982 der erste Taschenfernseher? Schwer zu sagen. Das Wettrennen um diesen ersten Platz hätte er eigentlich knapp vor dem Sinclair FTV1 gewonnen. Allerdings ist der FD-210 trotz Flachbildröhre alles andere als kompakt: Fast 20 cm hoch und rund 9 cm breit. Zu groß jedenfalls für die Hosentasche. Die Bildschirmdiagonale beträgt etwa 47 mm, auf Wunsch arbeitet das Gerät im "nur-Ton-Modus". Erfreulicherweise besitzen auch die Exemplare für den deutschen Markt an der Oberseite eine Antennenbuchse (3,5 mm). Seinerzeit ein nettes Extra für England-, Hongkong- und Südafrika-Urlauber: Der FD-210BE konnte auf die, in diesen Ländern damals übliche Ton-ZF von 6,0 MHz umgeschaltet werden.

Der Collector's Guide to Vintage Televisions taxiert die US-Version des FD-210 auf 140$ - originalverpackte Exemplare erreichen teilweise noch höhere Summen, denn für eine Fernsehersammlung ist das Teil eigentlich ein "Muss". In der Fachzeitschrift Funkschau wurde über SONY's ersten Minifernseher in Heft 05/1982 erstmals berichtet. Dort steht zu lesen, dass das Gerät zunächst nur in Japan unter der Bezeichnung SONY Watchman FD-200 zum Preis von 54.800 Yen (das waren 1982 umgerechnet rund 560 DM) verkauft werden sollte. Die gleiche Abbildung fand ihren Weg ins Guinness Buch der Rekorde 1983. Offenbar ist man dort jedoch mit Tiefe und Diagonale der Bildröhre durcheinander gekommen ("kaum Fingernagelgroß"). Eine weitere schöne Abbildung des FD-200 stammt von der (leider seit vielen Jahren nicht mehr gepflegten) Website des International Vintage Electronics Museum in Brighton / Südengland.

Die Leistungsaufnahme des abgebildeten FD-210BE liegt bei 1,8 Watt. Er wiegt mit vier Mignon-Akkus satte 670 Gramm. Made in Japan.

Gebrauchswert:Sammlerwert:


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Der SONY Watchman FD-2 aus dem Jahr 1986 ist der Vorgänger des auch in Europa sehr weit verbreiteten FD-10. Während der FD-2E hierzulande in Anthrazit, Schwarz und Weiß erhältlich war, gab's den "amerikanischen" FD-2A darüber hinaus in einem feschen Blau. Das elegante Design und die einzigartige Flachbildröhre (Typ 02JM) wurden beim Nachfolgemodell praktisch unverändert übernommen. Der wesentliche Unterschied: Beim FD-2 kann/muss vieles von Hand eingestellt werden (Helligkeit, Kontrast und - beim 2E - der Bildfang). Dass in diesem Modell noch viel konventionelle Technik steckt, zeigt ein Blick ins Innere. Mechanisch ist er ebenfalls eine Herausforderung, das beweist die Explosionszeichnung. Falls Ihnen die Krawatte des Nachrichtensprechers nicht gefällt, können Sie beim FD-2 das Bild abschalten und nur den Fernsehton genießen.

Die sichtbare Bilddiagonale beträgt 47 mm, mit der optionalen Vorsatzlupe VCV-2 etwa 65 mm. Ebenfalls als Zubehör erhältlich: Eine externe Batteriebox für 4 Baby-Zellen. Damit erreicht der FD-2 eine Laufzeit von bis zu 14 Stunden mit einem Batteriesatz. Der FD-2A verfügt grundsätzlich über einen Antenneneingang (3,5 mm), der FD-2E nur dann, wenn er außerhalb Deutschlands verkauft wurde. Der Neupreis lag in den USA irgendwo zwischen 160 und 180 Dollar. Von einer amerikanischen Internet-Auktion stammt diese interessante Ansicht einer FD-2-Sammlung zum Ausschlachten. Die Leistungsaufnahme dieses Klassikers beträgt nur 1,6 Watt. Mit 4 Mignon-Akkus wiegt der SONY FD-2 rund 420 Gramm. Made in Japan.

Gebrauchswert:Sammlerwert (blau / sonstige Farben):/


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Ein ziemlich geniales Teil ist dieser Anfang 1985 gebaute SONY Watchman Voyager FD-20AEB. Ein an der Oberseite des Gerätes angebrachter Umschalter ermöglicht den Einsatz in den USA, Westeuropa und Großbritannien. Also ein echtes "Multinorm-Gerät". Die scharfe Flachbildröhre hat eine Diagonale von 47 mm, das Bild kann durch eine mitgelieferte Aufstecklupe auf knapp 65 mm vergrößert werden. Kontrast, Bildfang und Fokus sind von außen einstellbar. Ein belegter Neupreis betrug damals 650.- DM, die offizielle Preisempfehlung ist mir nicht bekannt. Auf jeden Fall war das Gerät zu jener Zeit in Deutschland praktisch konkurrenzlos. Die Funkschau informierte ihre Leser Ende 1984 kurz und bündig über den neuen Watchman.

Ein Hinweis für Bastler: Zur wohl größten Hürde, einen vollständig zerlegten FD-20AEB wieder zusammen zu setzen, gehört das "Dial Cord Stringing", also die Führung der Schnur, die den Senderwahlknopf (unter anderem) mit dem Kanalanzeiger verbindet. Eine Skizze beschreibt die knifflige Angelegenheit. Alternativ zum silberfarbenen Gehäuse gab's den Voyager auch in Anthrazit - wenn auch erheblich seltener. Die Leistungsaufnahme des FD-20AEB liegt bei moderaten 2 Watt. Er wiegt mit vier Mignon-Akkus gut 510 Gramm - da hat der Weltenbummler ganz schön was zu schleppen. Made in Japan.

Gebrauchswert:Sammlerwert:

P.S. Kenner der holländischen Sprache können dieser SONY Prospektseite zum FD-20AEB sicher mehr Informationen entnehmen, als ich ... irgendwas von einem Solarladegerät kann man erahnen.


zu klein? klicken!   Tom Cruise und Dustin Hoffman in 'Rain Man'

Im Jahr 1988 drehte Barry Levinson den Film Rain Man. In den Hauptrollen: Dustin Hoffman, Tom Cruise und ein silberfarbener SONY Watchman FD-40. Für den Streifen gab's immerhin 4 Oscars - ob sich dieser Erfolg auch auf die Verkaufszahlen des Watchman ausgewirkt hat? Auf jeden Fall passt der FD-40 in keine Hosentasche, es ist wohl eher ein Aktentaschenfernseher.

Bei diesem Modell kam erstmals die 4-Zoll (100 mm) Version der bewährten Flachbildröhre zum Einsatz (die Zeitschrift Funkschau berichtete Ende 1984 über diese Entwicklung. Wie bei fast allen "Röhren-Watchmännern" erfolgt die Senderwahl beim FD-40 gutbürgerlich per Einstellrad. Helligkeit, Kontrast und Bildfang werden über seitliche Drehknöpfe justiert. Der optionale Akkupack (Typ: BP-16H) kann wird automatisch im Gerät geladen.

Ein ungewöhnliches Ausstattungsmerkmal in dieser Klasse ist der A/V-Eingang, allerdings erfordert er ein Spezialkabel mit einem ganz besonderen Cinch-Stecker - ein herkömmlicher erfasst nur das Videosignal, nicht aber den Ton. Das abgebildete Exemplar ist für den US-Markt konzipiert, verfügt über einen Antenneneingang (3,5 mm) und wurde im Oktober 1985 gefertigt. Ein Jahr später lag der Neupreis in den USA noch bei rund 180$. Der Preis bei Markteinführung in Japan betrug nach meinen Unterlagen 42.800 Yen, das waren gut 500 DM. In Deutschland war dieses Modell als FD-40E unter anderem in einem todschicken rot erhältlich. Mit 4 Baby-Akkus wiegt ein FD-40 etwa 2 Pfund und 11 Unzen, das sind rund 1.200 Gramm. Made in Japan.

Gebrauchswert:Sammlerwert:

P.S. Ein findiger Bastler namens Jon Stanley aus Texas  hat sich den PongMan ausgedacht, ein Watchman mit integriertem Videospiel. Für seinen Prototyp musste ein FD-40A herhalten - leider bot das Gerät im Inneren nicht annähernd soviel Platz für Erweiterungen, wie erhofft: Another simple complicated and fun project ...


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Dass es auf der Welt ein Dutzend verschiedene TV-Standards gibt, ist bekanntlich weniger technisch, denn politisch motiviert. Auch die Briten haben sich innerhalb der europäischen PAL-Domäne ein eigenes Süppchen gekocht: Die analoge Bildübertragung auf der Insel war zwar zu den meisten anderen westeuropäischen Staaten kompatibel, aber man beschränkte sich auf den UHF-Bereich und verwendet einen anderen Ton-Standard. Ein spezielles Modell für diesen Markt ist der SONY Watchman FD-9B aus dem Jahr 1988. Gemäß der Website Walkman Central war der in schwarz und weiß erhältliche FD-9B der Nachfolger des FD-10B, also der "UK-Version" des Verkaufsschlagers FD-10. Äußerlich unterscheiden sich die Geräte lediglich in der Farbe des Skalenzeigers (gelb beim FD-9B, rot beim FD-10B). Einen Antenneneingang besitzt dieses Exemplar leider nicht. Die Leistungsaufnahme aller Modelle beträgt einheitlich 1,6 Watt. Mit 4 Mignon-Akkus wiegt dieser SONY FD-9B gut 390 Gramm. Made in Japan.

Gebrauchswert:Sammlerwert:


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Update: 11.06.2010

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